Satzung

Satzung der Burschenschaft Germering e.V.

Stand 28. Februar 2018

 

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Der am 26. November 1911 gegründete Verein führt den Namen „Burschenschaft Germering“. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er zu seinem Namen den Zusatz „e.V.“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Germering.
  3. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins, Mittelverwendung

  1. Zweck der „Burschenschaft Germering“ ist die Förderung und der Erhalt der alten Sitten und Gebräuche im Rahmen des traditionellen Brauchtums. Die „Burschenschaft Germering“ fördert diesen Zweck insbesondere durch
  • die Pflege des Maibaumbrauchtums,
  • das Führen seiner Vereinsfahnen,
  • das Veranstalten örtlicher Feste wie z.B.Maifeste, Stadelfeste und Vereinsfeste
  1. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitglieder, Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Der Verein hat
  • aktive Mitglieder
  • passive Mitglieder
  • Ehrenmitglieder
  1. Von den aktiven und passiven Mitgliedern können jährliche Mitgliedsbeiträge erhoben werden. Die Höhe und die Fälligkeit des Mitgliedsbeitrags werden von der Jahreshauptversammlung bestimmt.
  2. Aktives Mitglied des Vereins kann jede natürliche, männliche und bisher unverheiratete Person werden, die das 16. Lebensjahr vollendet hat und die sich den Zielen des Vereins verbunden weiß. Minderjährige bedürfen zur Aufnahme in den Verein der Zustimmung der/des gesetzlichen Vertreter(s). Der/die gesetzliche(n) Vertreter müssen sich durch gesonderte schriftliche Erklärung zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge für den Minderjährigen verpflichten. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet die Vorstandschaft mit einfacher Mehrheit
  3. Passive Mitglieder sind ehemals aktive Mitglieder, die aufgrund Verehelichung aus der aktiven Mitgliedschaft ausscheiden.
  4. Auf Vorschlag der Vorstandschaft kann die Jahreshauptversammlung Vereinsmitglieder zu Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit ernennen.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet:
  • mit dem Tod des Mitglieds
  • durch Austritt
  • durch Ausschluss aus dem Verein
  1. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied der Vorstandschaft. Bei Minderjährigen ist die Austrittserklärung durch den/die gesetzlichen Vertreter abzugeben.
  2. Ein Mitglied kann durch Beschluss der Vorstandschaft aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt oder seiner Verpflichtung zur Beitragszahlung nicht nachkommt. Mitglieder sind bei säumiger Beitragszahlung zuvor zweimalig schriftlich unter Androhung des Ausschlusses zu mahnen. Das ausgeschlossene Mitglied kann dem Ausschluss widersprechen. Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Ausschlusses bei einem Mitglied des Vorstands schriftlich einzureichen. Wird form- und fristgerecht Widerspruch erhoben, entscheidet die Jahreshauptversammlung endgültig über die Bestätigung oder die Aufhebung des Ausschlusses.
  3. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen für das ehemalige Mitglied alle Ansprüche gegen den Verein. Eine Beitragserstattung (auch anteilig) findet nicht statt.

§ 5 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  • die Vorstandschaft
  • die Jahreshauptversammlung
  • die außerordentlichen Hauptversammlungen

§ 6 Vorstand und weitere Ämter

  1. Die Vorstandschaft des Vereins im Sinne von § 26 BGB besteht aus dem 1. Vorstand, dem 2. Vorstand sowie dem 1. Kassier und 2. Kassier. Diese vertreten jeweils einzeln den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
  2. Der Vorstandschaft gehören ferner an
  • der Schriftführer,
  • bis zu vier Beisitzer.
  1. Von der Jahreshauptversammlung werden zwei Revisoren gewählt

§ 7 Zuständigkeit der Vorstandschaft

  1. Die Vorstandschaft ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch Satzung der Jahreshauptversammlung und der Burschenversammlung zugewiesen sind.
  2. Die Vorstandschaft hat insbesondere folgende Aufgaben:
  • Führung der laufenden Geschäfte des Vereins,
  • Vorbereitung, Einberufung und Leitung der Jahreshauptversammlung sowie Aufstellung derTagesordnung,
  • Ausführung von Beschlüssen derJahreshauptversammlung und den außerordendlichenHauptversammlungen,
  • Repräsentation nach außen und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Verwaltung des Vereinsvermögens,
  • Buchführung und Erstellung des Jahresberichts,
  • Ehrungen,
  • Ausschluss von Mitgliedern.
  1. Zur Durchführung der Vereinsaufgaben kann Die Vorstandschaft eine Vereinsordnung beschließen. Die Vereinsordnung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung durch die Jahreshauptversammlung.

§ 8 Amtsdauer und Wählbarkeit der Vorstandschaft
sowie der weiteren Ämter

  1. Die Vorstandschaft und die weiteren Ämter werden von der Jahreshauptversammlung für die Dauer von drei Jahren, gerechnet von der Wahl an, gewählt. Sie bleiben jedoch bis zur Neuwahl im Amt. Jedes Vorstandsmitglied und jedes Amt sind einzeln zu wählen. Die Vereinigung mehrere Vorstandsämter nach § 6 (1) und (2) in einer Person ist unzulässig. Die gemäß § 26 BGB mit der Vereinsführung betrauten Personen müssen volljährig sein. Nur aktive Mitglieder sind zu Vorstandsmitgliedern und für die weiteren Ämter wählbar.
  2. In Abweichung zu § 8 Abs. 1 sind für die Ämter der Beisitzer und der zwei Revisoren auch passive Mitglieder wählbar.
  3. Scheidet ein Mitglied der Vorstandschaft oder ein Amtsinhaber vorzeitig aus, so wählt die nächste außerordentliche Hauptversammlung oder Jahreshauptversammlung für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen einen Nachfolger.
  4. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet gleichzeitig ein von diesem Mitglied innegehabtes Amt.
  5. Beim Wechsel von der aktiven in die passive Mitgliedschaft muss ein innegehabtes Amt niedergelegt werden. Hiervon ausgenommen sind die in § 8 Abs. 2 genannten Ämter.
  6. Kann keine neue Vorstandschaft gewählt werden, so kann eine komisarische Vorstandschaft ernannt werden. Es können aktive und passive Mitglieder, auf eine Zeit von 3 Monate ernannt werden.

§ 9 Sitzungen und Beschlüsse der Vorstandschaft

  1. Die Vorstandschaft beschließt in Sitzungen. Die Vorstandschaftssitzungen werden nach Bedarf einberufen. Zur schriftlichen Einberufung ist jedes Mitglied der Vorstandschaft berechtigt.
  2. Die Vorstandschaft ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder gemäß § 6 (1) und (2) anwesend sind, darunter der 1. oder 2. Vorstand und der 1. oder 2. Kassier.
  3. Beschlüsse der Vorstandschaft werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Jedes Vorstandsmitglied hat eine Stimme. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Stimmengleichheit wird vertagt.

§ 10 Einberufung der Jahreshauptversammlung

  1. Die Jahreshauptversammlung findet einmal im Jahr statt.
  2. Die Jahreshauptversammlung wird von der Vorstandschaft unter Angabe der Tagesordnung schriftlich oder per E-Mail spätestens zwei Wochen vor dem Termin einberufen. Die Einladung ergeht jeweils an die letzte dem Vorstand bekannte Anschrift des Mitglieds. Die Tagesordnung setzt die Vorstandschaft fest.

§ 11 Zuständigkeit der Jahreshauptversammlung

  1. Die Jahreshauptversammlung ist oberstes Vereinsorgan. Sie konkretisiert abschließend die Aufgaben und Ziele der Vorstandschaftsarbeit und des Vereins.
  2. Die Jahreshauptversammlung ist insbesondere für folgende Angelegenheiten zuständig:
  • Entgegennahme
    • der Berichte der Vorstandschaft und der sonstigen Ämter
  • Beschlussfassung
    • - über die Entlastung der Vorstandschaft und der sonstigen Ämter,
    • über die Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge,
    • über die Ernennung von Ehrenmitgliedern,
    • über die Änderung der Satzung, über die Auflösung des Vereins und über die Änderung des Vereinszwecks,
    • über die Zustimmung zur Vereinsordnung,
    • über die Bestätigung oder Aufhebung eines Vorstandschaftsbeschlusses über den Ausschluss eines Mitglieds, soweit das ausgeschlossene Mitglied gegen den Vorstandschaftsbeschluss form- und fristgerecht Widerspruch erhoben hat (§ 4 Abs. 3),
    • über die Ernennung einer kommisarischen Vorstandschaft.
  • Wahl
    • der Mitglieder der Vorstandschaft und der sonstigen Ämter

§ 12 Die Beschlussfassung der Jahreshauptversammlung

  1. Die Jahreshauptversammlung wird vom 1. Vorstand, bei dessen Verhinderung von dem 2. Vorstand oder dem 1. oder 2. Kassier geleitet.
  2. Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß einberufene Jahreshauptversammlung, unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitglieder, soweit nicht per Gesetz oder Satzung etwas anderes vorgeschrieben ist. In der Jahreshauptversammlung hat jedes Mitglied bis zum 35. Lebensjahr eine Stimme. Ausgenommen ist die Ernennung einer komisarischen Vorstandschaft. Hier hat jedes Mitglied ein Stimme.
  3. Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Die Abstimmung muss geheim und schriftlich durchgeführt werden, wenn einer der anwesenden Mitglieder dies beantragt.
  4. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, bei Satzungsänderungen die 3/4 Mehrheit, der anwesenden Mitglieder. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
  5. Die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung sind vom Schriftführer festzuhalten und von diesem sowie vom jeweiligen Versammlungsleiter zu unterzeichnen.

§ 13 Nachträgliche Anträge zur Tagesordnung
Jedes Mitglied hat sieben Tage vor Beginn der Jahreshauptversammlung
bei der Vorstandschaft schriftlich oder mündlich beantragen, dass weitere
Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der
Versammlungsleiter hat zu Beginn der Jahreshauptversammlung die
Tagesordnung entsprechend zu ergänzen und die Ergänzung bekannt zu
geben.

§ 14 Außerordentliche Hauptversammlung

  1. Die Vorstandschaft kann jederzeit eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn sie von 1/10 der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe der Vorstandschaft verlangt wird.
  2. Für die außerordentliche Hauptversammlung gelten die §§ 11 - 13 - soweit einschlägig- entsprechend.

§ 15 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Hauptversammlung beschlossen werden. Zur Beschlussfassung ist eine Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Ist eine zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins einberufene Hauptversammlung nicht beschlussfähig, so ist vor Ablauf von vier Wochen seit dem Versammlungstag eine weitere Hauptversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Die weitere Versammlung darf frühestens zwei Monate nach dem ersten Versammlungstag stattfinden, hat aber jedenfalls spätestens vier Monate nach diesem Zeitpunkt zu erfolgen
  2. Im Falle der Auflösung des Vereins erfolgt die Liquidation durch den Vorstand.
  3. Bei Auflösung des Vereins ist das vorhandene Vermögen für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
  4. Die Fahnen des Vereins, die historischen Maibaumfiguren sowie Gegenstände von besonderer Bedeutung (insbesondere historische Krüge, Kassen- und Schriftführerbücher) sind bei einer vertrauenswürdigen Person oder Organisation zu verwahren, bis sich ein neuer Burschenverein gleichgerichteter Zwecksetzung gebildet hat.

§ 16 Schlussbestimmung
Diese Satzung bezieht sich historisch auf den am 26. November 1911
gegründeten aber bisher nicht eingetragenen Verein „Burschenschaft
Germering“. Die überlieferten Ziele und Anliegen des Vereins sollen mit
dieser Satzung in zeitgemäßer Form fortgeführt und bewahrt werden.